Sommerzeit ist Reisezeit!

Die Füße im warmen Sand vergraben, die salzige Meeresluft in der Nase und den Wind in den Haaren spüren – Reisen verschafft uns nicht nur eine Auszeit vom stressigen Alltag, es erweitert auch unseren Horizont. Vor allem, wenn man mal von seiner üblichen Route abkommt und sich einfach treiben lässt, fern ab der plattgetrampelten Touristenpfade. Egal wo die nächste Reise hingeht – Ob ins ferne Uruguay oder nach Frankfurt – Wir haben ein paar Geheimtipps für Euch, die nicht in jedem Reiseführer zu finden sind und aus Eurem Urlaub bestimmt ein unvergessliches Erlebnis machen. Also viel Spaß beim Lesen, inspirieren lassen, träumen und verreisen.

Ines

Meine zweite Heimat - Apulien / Ein kulinarischer Reiseführer

 

Zugegeben, es dauert schon eine Weile, bis man den Stiefelabsatz endlich erreicht hat, zumindest wenn man sich mit dem Auto auf den Weg macht. Endlich am Ziel angekommen, wird man dann aber mit einem Stück Ursprünglichkeit belohnt, wie sie in Italien nur noch selten zu finden ist. Verschlafene Fischerdörfchen, knatternde Vespas, die durch die engen Gassen düsen, und Obstverkäufer, die am Straßenrand Wassermelonen, Pfirsiche und regionales Gemüse verkaufen – unbedingt probieren: Cicoria (Blattgemüse), einfach mit etwas grobem Meersalz, frischem Brot und Olivenöl genießen. Apropos Olivenöl: Das ist hier übrigens das Beste in ganz Italien und wird oft direkt von der Ladefläche einer alten klapprigen Ape heraus angeboten.

Am besten startet man den Tag mit einem kleinen Frühstück. Bitte wörtlich nehmen, denn Italien ist kein Land der kilometerlangen Frühstücksbuffets. Meistens geht es über ein Cornetto caldo und einen Espresso im Stehen nicht hinaus, den hier eigentlich keiner so nennt, sondern einfach nur „un caffè” bestellt. Also tut man es den Italienern gleich und geht in die Bar „Manzoni“ (Via Alessandro Manzoni 4, 73040 Neviano) im kleinen Ort Neviano in der Nähe von Lecce. Dort gibt es außer dem typischen Frühstück auch handgemachte Pralinés und Miniküchlein, in denen so viel Liebe steckt, dass man am liebsten jedes Einzelne probieren möchte. Kein Wunder in dem Familienbetrieb steht, naturalmente, noch La Mamma selbst am Backofen.

Weiter geht´s stilecht in einem Fiat 500 mit den Knien am Kinn und Adriano Celentano´s Azzurro auf den Ohren ins nahegelegene Gallipoli. Ein absolutes Muss für jeden Apulien-Urlauber ist dort der Fischmarkt, der jeden Mittwoch von sechs bis dreizehn Uhr stattfindet. Hier gehen auch die Einheimischen frisches Obst und Gemüse, hausgemachte Pasta und natürlich fangfrischen Fisch einkaufen.

Im Restaurant Scapricciatiello (Via Colombo, 73017 Località Lido Conchiglie, Sannicola LE) in der Nähe von Santa Maria al Bagno kann man den Fischern morgens zuschauen, wie sie pesce spada, cozze und andere Meeresfrüchte aus dem Wasser ziehen. Die kommen dann Mittags oder Abends direkt auf den Teller – herrlich! Besonders zu empfehlen sind cozze nere crudo (rohe Miesmuscheln) und Arrosto misto (gemischte Meeresfrüchte geröstet). Falls man sich nicht gleich am ersten Tag seiner Reise als Tourist outen möchte, bitte nie, nie, nie nach dem Essen einen Latte Macchiato oder Cappuccino bestellen, sondern einen Espresso bzw. caffè.

Am Nachmittag, wenn die Italiener Siesta machen, geht´s ab an den Strand. Der Schönste Abschnitt liegt zwischen Gallipoli und Santa Maria di Leuca, auch die „Malediven von Salento“ genannt. Kilometerlange weiße Sandstrände und kristallklares Wasser erwecken den Eindruck, dass man sich tatsächlich am indischen Ozean befindet – okay fast.

Die beste Reisezeit ist von Mai bis Juni oder von September bis Oktober, dann sind die Strände leer, aber die Luft und das Wasser immer noch angenehm warm. Im Juli und August sind sogar hier unten die Strände maßlos überfüllt.

Einen Besuch wert ist auch das kleine Örtchen Polignano a Mare. Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Dorf nicht wirklich von den anderen in der Gegend. Wäre da nicht das traumhaft schöne und in seiner Art wirklich einzigartige Restaurant „Grotta Palazzese, das, wie der Name schon sagt, direkt in eine Grotte gebaut wurde. Hier gibt es von gefüllten Zucchiniblüten über Thunfisch-Tartar bis hin zu geräuchertem Lachs alles, was das Herz begehrt und natürlich einen fantastischen Rotwein. Es ist zwar ein bisschen hochpreisiger, aber die einzigartige Atmosphäre bei Sonnenuntergang zu erleben ist es auf jeden Fall wert. Achtung: Vorher unbedingt reservieren und einen Platz vorne am Wasser verlangen!

Und ein Urlaub am südlichsten Zipfel Italiens wäre natürlich nicht komplett ohne einen Bummel durch die Barockstadt Lecce, wo man sich am besten einfach durch die verwinkelten Gässchen und kleinen Geschäfte treiben lässt und sich zwischendurch ein Gelato auf der Piazza gönnt – ganz im Sinne des Dolce-Vita-Gefühls der Italiener..

Jana

Karibik meets Sylt: José Ignacio, Uruguay

 

Große Dünen, hohe Wellen, breiter Sandstrand:kleine Landzunge ohne feste Straßen, nur mit Sandwegen. Irgendwie ursprünglich, trotzdem modern und wirklich einzigartig. Am Strand isst man im La Huella.


Macht man am besten in Kombination mit einem Trip nach Buenos Aires: Es gibt eine Fähre, die mehrmals täglich zwischen Argentinien und Uruguay hin und her fährt... In Buenos Aires unbedingt einen Tag durch Palermo schlendern: http://www.zeit.de/reisen/2011-06/palermo

 

California Dreaming

 

Bestes Airbnb: Bei Chandler im Wasserturm auf dem Weg von San Francisco nach L.A. https://www.airbnb.de/rooms/3263279

Jörn

Zuhause ist es am schönsten

 

Offenbach

Die Käserei L´Abbate. Eine echte italienische Käserei mitten in Offenbachs Hinterhöfen. Achtung: Lange Anstehzeiten! Spricht für den besten Mozzarella, den man kriegen kann und andere Köstlichkeiten.

Frankfurt

Der Goetheturm im Frankfurter Stadtwald. Erst nen Äppler am Fuße des Turmes trinken und dann leicht beschwipst den 70 Meter Aufstieg wagen, der mit einem einmaligen Blick auf die Skyline der Main-Metropole belohnt wird.

Lena

Am liebsten nach Sardinien


Mein absolutes Lieblingsziel ist Sardinien. In der Gegend rund um Olbia gibt es wunderschöne Badebuchten mit traumhafter Wasserqualität. Eine besonders tolle Badebucht befindet sich in der Nähe von San Teodoro am Capo di Coda Cavallo. Der Strand ist nicht allzu überlaufen und es ist ganz einfach ein führerscheinfreies Boot zu mieten. Damit kann man das faszinierend schöne Naturschutzgebiet rund um das Capo di Coda Cavallo auf eigene Faust erkunden.

Nadia

Mein Lieblingsreiseziel: Dublin


Dublin ist die Hauptstadt der grünen Insel und perfekt für jeden, der gerne einige Tage dem irischen Akzent lauschen und sich vom Charme der Iren verzaubern lassen möchte. Auch wenn die Stadt durch den Fluss Liffey in zwei Teile geteilt ist, bewahrt man schnell den Überblick und kann - je nach Ausdauer - sowohl die North- als auch die Southside in den Shopping-Trip einbauen und durch die zahlreichen Secondhand-Boutiquen flanieren.

Empfehlenswert ist die Vintage Kitchen, die auf gefühlt 10 Quadratmetern traditionelle irische Speisen serviert. Außerdem bietet das Restaurant die Möglichkeit des "bring-your-own-wine"-Prinzips. Reservierungen sind notwendig! Wer keinen Tisch am Wochenende bekommt sollte es zu Lunch-Zeiten probieren. Es lohnt sich auf jeden Fall.